Druckregler PUR-Kleber

Ein Kunde, Anbieter von Maschinen für die Drucktechnik, hatte Probleme mit der Standzeit eines Druckreglers. Der Druckregler wurde in einer Auftragseinheit für PUR-Kleber eingesetzt. Es zeigten sich im Betrieb bereits nach kurzer Zeit Probleme mit defekten Dichtungen, so dass das Konzept des Druckreglers einem Review unterzogen werden sollte.

Es wurden Informationen zu den einzelnen Störungen und Fehlfunktionen gesammelt und die CAD-Konstruktion des Druckreglers untersucht. Wichtig war in diesem Kontext auch das Erfassen der Betriebsparameter in verschiedenen Zuständen. Es konnten mehrere Ursachen für die Fehlfunktionen ausfindig gemacht werden, die einfach zu beheben waren.

So war z.B. der Einsatz einer elektrischen Zuheizung sinnvoll, um den PUR-Kleber bei Inbetriebnahme nicht im Druckregler abzukühlen. Eine weitere konzeptionelle Änderung bestand darin, den mechanischen Verstellbereich des Druckreglers zu erweitern. So konnten Wartungshübe umgesetzt werden, die in der Leerlaufphase des Reglers vorgenommen wurden und Ablagerungen in den Endlagen des Regelbereichs regelmäßig beseitigten.

Die Überarbeitung des Druckreglers wurde parallel zu einem neuen Reglerkonzept vorgenommen und beide Varianten erfolgreich erprobt.

Redesign von Spüladaptern

Für den Reinigungsvorgang von Endoskopen (hier beispielhaft nähere Informationen zur Endoskopreinigung bzw. -aufbereitung) war kundenseitig eine Vielzahl unterschiedlicher Anschlussadapter vorhanden. Der Einkauf dieser Adapter war kostenintensiv und die Funktion der Adapter in einigen Fällen nicht zufriedenstellend. Der Kunde plante zur Diversifizierung seiner Bauteilversorgung ein Redesign von Spüladaptern.

Ein dafür angesetztes Reengineering hatte sowohl die funktionale Nachbildung der Spüladapter als auch technische Verbesserungen zum Ziel. Die Adapter wurden maßlich aufgenommen und in CAD (Siemens NX) konstruiert. Das Dichtungskonzept der Adapter wurde grundlegend überarbeitet. Hierbei wurde auf minimale Kontaktflächen und geringe Reibung Wert gelegt (Ziel war u.a. eine geringe Handkraft zum Einstecken und Abziehen der Adapter).

Die Verbindungsschläuche, die in den Originaladaptern aus Silikonschläuchen mit separater, außenliegender Knickschutzfeder bestanden, wurden durch Schläuche mit entsprechender integrierter Knickschutzfeder ersetzt. Nach erfolgtem Redesign wurden Fertigungsunterlagen für alle Adaptersätze angefertigt. Der erreichte Designstand nach der ersten Iterationsschleife war „Funktionsmuster“.

Justiersystem zur Containerkopplung

Der Kunde verfügte über einen Systembaukasten für Container, die miteinander verbunden (gekoppelt) in verschiedenen Umgebungen eingesetzt werden konnten. Diese Container wurden üblicherweise per LKW an ihren Bestimmungsort verbracht und anschließend mit einem im Fahrzeug integrierten Hubsystem so zueinander ausgerichtet, dass die Verbindungsstellen zueinander positioniert und die Kopplung vorgenommen werden konnte. Diese Kopplung konnte für mehrere nebeneinander angeordnete Container vorgenommen werden. Die Anforderungen an die Genauigkeit der Ausrichtung zueinander war hoch, da nicht ausschließlich über die Containerecken (hier beispielhaft Informationen zu ISO-Gussecken) ausgerichtet wurde. Um eine höhere Genauigkeit, z.B. für die Abdichtungen der Module zueinander, zu erreichen, wurde daher ein Justiersystem zur Containerkopplung benötigt.

Für einen speziellen Anwendungsfall wurde sowohl die Traglast des vorhandenen Systems erhöht und gleichzeitig das Gewicht reduziert sowie zusätzlich ein Positioniersystem konzipiert, dass das Anheben und Ausrichten von Containern mit Handbetätigung, also ohne externe Energiequelle, ermöglichte. D.h. anstelle eines vollständig mit Hubsystem ausgestatteten Transportfahrzeugs konnte der Container nun einfach an seiner ungefähren Position abgesetzt werden und die Positionierung unabhängig vom Fahrzeug vorgenommen werden.

Projektinhalt waren sowohl der Entwurf, die Konstruktion und die Erstellung der Fertigungsunterlagen. Dabei handelte es sich bei dem fahrzeuggebundenen System um eine Variantenkonstruktion, das Justiersystem zur Containerkopplung für den manuellen Betrieb war eine Neuentwicklung.

Product Owner Engineering, Wasserstoffanwendungen

Aufbau, Betreuung und Entwicklung eines kundenseitigen agilen Teams (Scrum) in der Rolle des Product Owner Engineering Wasserstoffanwendungen. Die abgewickelten Projektinhalte lagen sowohl im Bereich von stationären als auch von mobilen Wasserstoffanwendungen (gasförmig, Druck bis ca. 1.000 bar). Das Team setzte sich neben dem Product Owner Engineering aus folgenden Teammitgliedern zusammen: Scrum Master, Developer (Entwicklungsingenieure), Validierungsingenieure sowie für die einzelnen Auftragsabwicklungen auch Fertigung (Musterbau für A-Muster und B-Muster), Messtechnik und Qualitätsmanagement. Die Projektabwicklung erfolgte im Rahmen eines IATF-konformen Produktentwicklungsplans für die einzelnen Komponenten bzw. Systeme. Projektinhalte waren z. B.

  • Entwicklung von Rohrabmessungen und -schnittstellen (gestauchte Rohrenden) für Wasserstoffanwendungen
  • Entwurf und Konstruktion von Wasserstoffverteilsystemen (z. B. für eine Wasserstofftankstelle, verschiedene Multi-Element-Gas-Container (MEGC), Tanksysteme für Fahrzeuge) für stationäre und mobile Anwendungen
  • Fachliche und organisatorische Betreuung der Industrialisierung eines Wasserstoff-Rails (Port Fuel Injection und Direct Injection) für eine mobile Anwendung
  • Ausarbeitung des Scope of Work für die einzelnen Projekte; Pflege des Product Backlogs sowie der Produktentwicklungspläne in den einzelnen Musterphasen
  • Unterstützung des Vertriebs bei der Bewertung eingehender Anfragen hinsichtlich Anforderungen und zu erwartenden Entwicklungsaufwänden

Projekt­management­handbuch und Schulungen

Erstellen eines Projektmanagementhandbuchs zur Abwicklung von Aufträgen im Bereich Entwicklung und Konstruktion des Maschinenbaus. Das Handbuch diente zur Vermittlung von grundlegenden Informationen bezüglich unterschiedlicher Projektmanagementmethoden sowie einen auf das Unternehmen zugeschnittene Auswahl von Methoden zur Umsetzung in den einzelnen Aufträgen. Bestandteile waren u.a. Kommunikation im Projekt, Vertragsmanagement, Datenablage und Claim Management. Es wurden über längere Zeit wiederkehrende Schulungen auf Basis des Projektmanagementhandbuchs durchgeführt. Sowohl Schulungen als auch das Projektmanagementhandbuch hatten sowohl Projektleiter als auch Projektmitarbeiter als Zielgruppe.

Einführung eines Zeit­erfassungs­systems

Zur Abwicklung von Einzelaufträgen mit Projektcharakter in einem Ingenieurbüro wurde eine browserbasierte Zeiterfassung eingerichtet und eingeführt. Das System basierte auf einer Open-Source-Plattform, die um weitere Funktionen zur Umsetzung eines Projektcontrollings ergänzt wurden.

Die Basisfunktionen bestanden aus einer Nutzerverwaltung und dem Anlegen von Projekten und Arbeitspaketen. Die erweiterten Funktionen ließen ein Zuordnen von Planstunden zu einzelnen Arbeitspaketen zu und ermöglichten die Eingabe von geleisteten Stunden und Fertigstellungsgrad, so dass das System mittels der Earned-Value-Prognose eine Ergebnisprognose berechnen konnte.

Darüber hinaus wurde eine Oberfläche erstellt, die einen Gesamtüberblick über alle Projekte ermöglichte.

Tool für Anforderungsmanagement

Entwicklung eines onlinebasierten Tools zur Verwaltung und Verfolgung von Anforderungen in Projekten (ETRM Engineering Toolbox Requirement Management). Das System bietet die Möglichkeit, sich als Nutzer zu registrieren und Projekte anzulegen. Andere Nutzer können in das eigene Projekt eingeladen werden und verschiedenen Rollen zugeordnet werden.

Die mit dem Tool verwalteten Anforderungen werden mit Tags kategorisiert bzw. klassifiziert. Es ist möglich Projektvorlagen anzulegen, um diese dann für Varianten von Projekten bzw. Produkten verwenden zu können.

In Abhängigkeit von der Nutzerrolle können neue Anforderungen angelegt oder bestehende verändert werden, ebenfalls möglich ist das Kommentieren von Anforderungen.

Zu jedem Zeitpunkt ist der Rückgriff auf einen älteren Stand der Projektanforderungen möglich, da das Tool eine einfache Möglichkeit zur Erstellung zum Freeze eines erreichten Stands bietet (Snapshots bzw. Reports).

Matching-System für Bewerberdaten

Entwicklung eines Klassifizierungssystems zur Verwaltung von Bewerberdaten für ein Personaldienstleistungsunternehmen.

Der Workflow des Unternehmens war dadurch gekennzeichnet, dass es einen stetigen Zulauf an Bewerbern gab, dazu passende Anfragen von Kundenunternehmen jedoch zeitlich unabhängig davon eintrafen. D.h. die Zielstellung war, den Anwendern eine einfache Möglichkeit zu geben, die Kenntnisse und Fähigkeiten von Bewerbern so zu erfassen, dass diese im Bedarfsfall schnell und treffsicher gefunden werden konnten.

Das System wurde als Webservice konzipiert und bot eine Oberfläche zum Erfassen von Kenntnissen und Fähigkeiten während des Job-Interviews.

Die Suchfunktion wurde so gestaltet, dass nach verschiedenen Kategorien und Kenntnissen gesucht werden konnte. Zusätzlich konnten UND-/ODER-Suchen ausgeführt werden. Als besonders leistungsfähiges Feature wurde eine phonetische Ähnlichkeitssuche implementiert, die auch bei Tippfehlern in Freitextfeldern sehr treffsicher Ergebnisse lieferte. Das System verfügte über einen internen Ranking-Algorithmus, nach dem es die Qualität der Suchergebnisse sortieren und filtern konnte.

Das System wurde erfolgreich mit bis zu 10.000 eingetragenen Profilen bei quasi unmittelbarer Verfügbarkeit (<2s für Suchergebnisse) eingesetzt.

Unterflur-Deckelstanze

Ein Systemlieferant für Deckelstanzen, die üblicherweise aus einer Förderstrecke und einer oberhalb angeordneten Stanzeinheit bestehen, hat ein Konzept für eine neuartige, kleine Stanze erarbeitet und ein entsprechendes Lastenheft formuliert.

Das neue Konzept besteht aus einem Antrieb, der unterhalb der Förderstrecke angeordnet ist. Dieser treibt über Exzenterwellen zwei Wangen an, die wiederum am Werkzeug ziehen. Die Kinematik ist so ausgelegt, dass die Wangen eine rein translatorische Bewegung vollziehen und die Drehbewegung von der Exzenterwelle an die Wange über Kugelumlaufführungen übertragen wird.

Auf Basis der grundlegenden Systembeschreibungen und den Anforderungen hinsichtlich der Stanzleistung wurde die Antriebseinheit ausgelegt, entworfen und konstruiert, mit dem Ziel, eine Versuchsmaschine für erste Erprobungen des neuen Maschinentyps durchzuführen.

Externe Auftragsbearbeitung Change Requests

In einem Kundenunternehmen, dass sich mit Retrofits für Maschinen beschäftigt, zeichnete sich eine erhöhtes Auftragsaufkommen bei der Erstellung von technischen Zeichnungen für Fertigungsteile und Ersatzteilzeichnungen ab. Dieses Auftragsvolumen sollte durch eine externe Unterstützung bearbeitet werden.

Für die externe Auftragsbearbeitung wurde die notwendige technische Infrastruktur mit der kundenseitigen IT aufgebaut, der Workflow für die Abwicklung einzelner Arbeitspakete definiert und getestet sowie die vertraglichen Inhalte (Rahmenwerkvertrag mit Einzelwerkverträgen für einzelne Change Requests) fixiert und abgeschlossen.

Der Informationsaustausch zu neuen Arbeitsinhalten erfolgte über Sharepoint, auftragnehmerseitig wurde ein excelbasiertes Controlling umgesetzt, das Rückschlüsse auf die typischen Bearbeitungsdauern häufiger bzw. wiederkehrender Auftragstypen ermöglichte. Anhand dieser Kennzahlen konnte ein Abrechnungssystem auf Basis von Pauschalen umgesetzt werden. Die Auftragsbearbeitung erfolgte direkt im Kundensystem über Citrix.