Bauraumuntersuchung Generatorleistungsschalter

In einem Kohlekraftwerk sollte ein Generatorleistungsschalter (hier zur Anschauung ein vergleichbares Produkt von Siemens) nachgerüstet werden, was aufgrund des Bauzustands des bereits langjährig bestehenden Kraftwerks und der Größe des Generatorleistungsschalters mit erhöhtem Planungsaufwand verbunden war. Ältere Bestandsanlagen weisen häufig undokumentierte Veränderungen ggü. dem Zeichnungsstand auf, so dass für anstehende Umbauten oder Erneuerungen unbedingt eine Erfassung des Bauzustands vorgenommen werden sollte.

Es musste daher eine Bauraumuntersuchung für den Generatorleistungsschalter durchgeführt werden, um die Erneuerungsmaßnahme effizient umsetzen zu können. Es wurde kundenseitig (der Kunde war der Betreiber des Kraftwerks) festgelegt, an welcher Stelle der Generatorleistungsschalter eingebaut werden sollte. Um den Bauraum freizumachen, mussten verschiedene Rohrleitungssysteme umgelegt werden.

Zu diesem Zweck wurde eine As-Built-Aufnahme vorgenommen (Fotos und 3D-Scan, die Scandaten wurden vom Kunden zur Verfügung gestellt und mussten nur noch verarbeitet werden) und sämtliche Systeme im Bauraum wurden erfasst. Die Bewegungsvorgänge zum Antransport und der Montage des Generatorleistungsschalters wurden geplant und visualisiert, um die Grundlage für die finale Ausführungsplanung zu schaffen. Es wurden mögliche Varianten von Rohrleitungsführungen erstellt und die favorisierte Maßnahme auf Grundlage der Umbauaufwände und Massenermittlungen ausgewählt.

Die Bauraumuntersuchung Generatorleistungsschalter wurde zur Bestandserfassung vor Ort im Kraftwerk durchgeführt und anschließend in enger Abstimmung mit dem Kunden planungsseitig ausgearbeitet. Die erarbeiteten Unterlagen dienten dabei als Bestandteil des Lastenhefts, mit dem der Kunde die Ausführung der Arbeiten bei verschiedenen Anbietern angefragt hat.

Reinigungsstation mit Induktionsheizung

Für einen Kunden, der Hersteller von u.a. Wellendichtringen ist, wurde ein innovatives Konzept für eine Reinigungsstation entwickelt.

Für die Herstellung von größeren Wellendichtringen sind geteilte Werkzeugformen erforderlich, die in einer Heizpresse eingesetzt werden. Die Werkzeugformen müssen in regelmäßigen Abständen gereinigt werden, was in der Praxis durch ein Strahlreinigungsverfahren geschieht. Um einen guten Reinigungseffekt zu erzielen, ist ein Aufheizen der Werkzeugform erforderlich.

Es wurde eine Reinigungsstation konzipiert, die Aufnahmemöglichkeiten für eine Werkzeugform bietet. Die Werkzeugform kann in die Lagen gebracht werden, die zur Reinigung erforderlich sind. Im Gegensatz zu einer Heizpresse, in der das Aufheizen der Werkzeugform über eine große Kontaktfläche erfolgt (und i.d.R. in den Heizkreisläufen der Heizpresse mit Dampf realisiert wird), wurde die Werkzeugform in der Reinigungsstation mittels Induktion erhitzt. Damit wurde der Gesamtaufbau stark vereinfacht.