In einem Kohlekraftwerk sollte ein Generatorleistungsschalter (hier zur Anschauung ein vergleichbares Produkt von Siemens) nachgerüstet werden, was aufgrund des Bauzustands des bereits langjährig bestehenden Kraftwerks und der Größe des Generatorleistungsschalters mit erhöhtem Planungsaufwand verbunden war. Ältere Bestandsanlagen weisen häufig undokumentierte Veränderungen ggü. dem Zeichnungsstand auf, so dass für anstehende Umbauten oder Erneuerungen unbedingt eine Erfassung des Bauzustands vorgenommen werden sollte.
Es musste daher eine Bauraumuntersuchung für den Generatorleistungsschalter durchgeführt werden, um die Erneuerungsmaßnahme effizient umsetzen zu können. Es wurde kundenseitig (der Kunde war der Betreiber des Kraftwerks) festgelegt, an welcher Stelle der Generatorleistungsschalter eingebaut werden sollte. Um den Bauraum freizumachen, mussten verschiedene Rohrleitungssysteme umgelegt werden.
Zu diesem Zweck wurde eine As-Built-Aufnahme vorgenommen (Fotos und 3D-Scan, die Scandaten wurden vom Kunden zur Verfügung gestellt und mussten nur noch verarbeitet werden) und sämtliche Systeme im Bauraum wurden erfasst. Die Bewegungsvorgänge zum Antransport und der Montage des Generatorleistungsschalters wurden geplant und visualisiert, um die Grundlage für die finale Ausführungsplanung zu schaffen. Es wurden mögliche Varianten von Rohrleitungsführungen erstellt und die favorisierte Maßnahme auf Grundlage der Umbauaufwände und Massenermittlungen ausgewählt.
Die Bauraumuntersuchung Generatorleistungsschalter wurde zur Bestandserfassung vor Ort im Kraftwerk durchgeführt und anschließend in enger Abstimmung mit dem Kunden planungsseitig ausgearbeitet. Die erarbeiteten Unterlagen dienten dabei als Bestandteil des Lastenhefts, mit dem der Kunde die Ausführung der Arbeiten bei verschiedenen Anbietern angefragt hat.